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Schwarz Cranz, Dez. 1978

Am 30.12.1978 um 23:15 wurden wir zu einem Großfeuer in der Fleischwarenfabrik „Schwarz Cranz" alarmiert. In dieser Nacht kam es zu Extremtemperaturen von minus 18° Celsius, kombiniert mit sehr starkem Wind.

Zu diesem Schadensfeuer waren viele benachbarte Wehren aus Hamburg und Niedersachsen während der ganzen Nacht bis hin zum nächsten Nachmittag eingesetzt.

Die Tragkraftspritze der FF Neuenfelde-Süd, die zum Saugen an die Este getra­gen wurde, war sofort eingefroren und konnte nur mit kochendem Wasser zum Pumpen gebracht werden, jedoch wuch­sen die Schläuche nach und nach durch die extremen Temperaturen zu. Sie konnten nicht wieder aufgerollt werden und mussten mit einem Schuttcontainer abgeholt werden.

Johann Hinrich Fortriede von unserer Nachbarwehr Neuenfelde-Nord zog sich schwere Erfrierungen an den Fingern zu, weil er kurzzeitig ohne Handschuhe tätig war.

Zum Frühstück bewegten sich die Feuer­wehrleute in ihren steifgefrorenen Schutz­anzügen wie Astronauten in Raumanzü­gen in das Büro der Schlachterei, wo es „Würstchen satt" gab.