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Feuer im Schweinestall

Wieder einmal mitten in der Nacht wurden die Kameraden aus dem Schlaf gerissen. Bereits auf dem Weg zum Feuerwehrhaus konnte man den Feuerschein deutlich sehen. Es brannte der Schweinestall von Gustav Kröger am Nincoper Deich in unmittelbarer Nähe zu unserem Feuerwehrhaus.

Wir begannen sofort mit der Rettung der eingeschlossenen Tiere und trieben sie auf die Diele des Bauernhauses. Derweil kämpften einige Kameraden mit ganz anderen Problemen. Der nahe liegende Hydrant war zugefroren und so ging wertvolle Zeit verloren.

Die durch das Feuer entstehende Hitze war so groß, dass sich die vorderen Wände des Stalles regelrecht nach außen bogen. Als das Feuer gelöscht war, entschieden wir uns daher, die Giebelwand zum Einsturz zu bringen, indem wir sie mittels einer Leiter nach innen stoßen wollten. Während die Kameraden sich noch sammelten um mit vereinten Kräften zu schieben, lehnte jemand das Leiterende an die Giebelwand. Dessen Eigengewicht brachte die Mauer augenblicklich zum Einsturz und wir alle waren überglücklich, dass niemand mehr das abgelöschte Gebäude betreten hatte.

Als wir schon abrücken wollten, hörte ein Kamerad plötzlich noch ein Quieken aus dem rückwärtigen Teil des Stalles. Daraufhin konnten noch einige Schweine befreit werden, die das Feuer äußerlich unbeschadet überstanden hatten. Daher empfanden wir es als besonders tragisch, dass eines dieser Tiere dann kurz darauf an Herzversagen starb.

Der Eigentümer bedankte sich für den Einsatz der Kameraden, indem er später ein Schwein für unseren alljährlich stattfindenden Lottoabend spendete.