18. Mai 1978
Am 18. Mai 1978 abends um 18.30 Uhr brannte die Veiling in Neunfelde lichterloh. Kinder aus der Nachbarschaft nahmen Papier aus den dort lagernden Kisten und steckten es in Brand. Als die Kinder merkten, dass sich das Feuer schnell ausbreitete, bekamen sie Angst und liefen zum Nachbarn, welcher die Feuerwehr alarmierte. Die Meldung lautete: „Brennt Papier“. Die Einsatzzentrale reagierte darauf noch nicht. Das Feuer breitete sich durch die dort lagernden Kisten schnell aus. Auch nach dem zweiten Anruf bei der Einsatzzentrale wurden die Sirenen zu unserer Alarmierung nicht ausgelöst. Dieses lag an der Technik. Ein halbes Jahr zuvor waren die Sirenen auf Funkalarmierung umgerüstet worden, was jedoch immer noch nicht funktionierte. Dieser Missstand war bekannt, wurde jedoch an entscheidender Stelle nicht ernst genommen. Da inzwischen jedoch offensichtlich war, dass es sich um einen Großbrand handelte, griff ein Feuerwehrmann zur Selbsthilfe und löste die Sirenen von Hand aus. Die Feuerwehr Neuenfelde-Süd rückte ohne Befehl der Einsatzzentrale aus.
Brand bei der Veiling 1978
Bei der Veiling angekommen, flogen uns schon die Eternit-Platten um die Ohren; das gesamte Gebäude brannte lichterloh. Kurze Zeit später kam auch die Berufsfeuerwehr Finkenwerder. Wir kämpften gemeinsam gegen den Brand. Der Schaden am Gebäude war jedoch sehr groß und auch das eingelagerte Obst konnte nicht mehr verkauft werden. Soweit hätte es nicht kommen müssen, wenn wir gleich alarmiert worden wären. Einen Tag nach dem Brand wurde das technische Problem der Sirenenalarmierung gelöst.
