Weihnachten 1976
Es war kurz vor Weihnachten des Jahres 1976 als mitten in der Nacht plötzlich der Hof von Fritz Blohm Feuer fing. Leider gingen nicht alle Sirenen und so wurde ein Teil unserer Wehr nicht alarmiert. Als die alarmierten Kameraden am Einsatzort eintrafen, brannten sowohl das Bauernhaus als auch die Stallungen in voller Ausdehnung.
Alle eingesetzten Kameraden werden wohl nie wieder die panischen Schreie der eingeschlossenen Tiere vergessen. So machte man sich, gemeinsam mit den Kameraden der Wehren Neuenfelde-Nord, Francop und der Berufsfeuerwehr Finkenwerder sofort daran, die Wände der Stallungen einzureißen, um möglichst viele Tiere ins Freie zu retten. Dieses Vorhaben erwies sich als ausgesprochen schwierig, da die völlig verschreckten Kühe immer wieder in die brennenden Stallungen zurückliefen. So konnten die Kameraden es nicht vermeiden, das Tiere in den Ställen verbrannten. Darüber hinaus mussten auch einige von den bereits geretteten Tiere noch an Ort und Stelle notgeschlachtet werden, da die Verbrennungen einfach zu stark waren.
Am Bauernhaus gelang es den Kameraden noch den Giebelschmuck, zwei gekreuzte Pferdeköpfe, zu retten.
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Er ziert heute den Giebel des neu erbauten Wohnhauses. Besonders ein Kamerad wird diese Nacht wohl in Erinnerung behalten. Er war Maschinist an der TS und sorgte für den Löschwassernachschub aus dem hinter dem Hof liegenden Wassergang. Als er, in völliger Finsternis stehend, Geräusche vernahm, richtete er den Strahl seiner Handlampe in Richtung dieser Geräusche und leuchtete genau in die zwei großen Augen eines Rindviehs.
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(Vielen Dank für diese Bilder der FF Neuenfelde Nord.)



